Auch diese Exkursion prägt die Gemeinschaft

  Städtepartnerschaftsverein Troisdorf zu Gast in der „Weltstadt“ Trier Ja, die Aussage stimmt. Im 4. Jahrhundert gehörte Trier zu den 4 größten Städten der bekannten Welt und hat bis in die heutige Zeit hinein einen imposanten von großartigen historischen Gebäuden- neben der Porta Nigra_ bestimmten Charakter. 4 Millionen Besucher jährlich- aus aller Welt- überzeugen sich von der Einzigartigkeit dieser Stadt. Die Stadtführung war mit Alfons Zimmer in beste Hände gelegt. 2 Stunden lang beeindruckten uns die besonderen Dome, Kirchen, Paläste, Brücken und Plätze, die von Römern, geistlichen und weltlichen Fürsten und wohlhabenden Bürgern in Auftrag gegeben worden waren. Begeisterung war zu spüren und die Erläuterungen zum sozialen und gesellschaftlichen Leben über die Jahrhunderte hinweg fesselten, manchmal mit ein wenig Kopfschütteln, die Zuhörer. Nicht zuletzt sei bemerkt: die beiden größten Arbeitgeber dieser lebendigen Stadt sind – man mag es kaum glauben-die Krankenhäuser. Es gab dann auch hinreichend Gelegenheit, bei strahlendem Sonnenschein in schöner Umgebung, vor allem auf dem Marktplatz mit seinen prachtvollen Gebäuden Erholung zu finden und bei fröhlichen Gesprächen viel Gemeinsamkeit zu spüren und zu vertiefen. Gut gerüstet geht es nun an die kommenden Großereignisse
  • Gastgeber bei der Austauschmaßnahme mit unseren Heidenauern
  • Gäste in der Partnerstadt Genk
  • Mehrtägiger Besuch in der Partnerstadt Redcar und Cleveland
Vielleicht denkt ja nun der ein oder andere Leser über eine Mitgliedschat im Troisdorfer Städtepartnerschaftsverein nach. Wir jedenfalls würden uns freuen  

Teile des Vorstandes zu Gast in Corfu

Auf Einladung der Stadt Korfu nahmen Frank und ich an den Feierlichkeiten zur 153 jährigen Anbindung der Ionischen Inseln an das Festland teil. Wir flogen Donnerstagabend um 20:30 Uhr mit einer Ryan Air Maschine vom Flughafen Köln –Bonn nach Korfu. Nach einem ruhigen 2,5 stündigen Flug landeten wir kurz vor Mitternacht auf dem Flughafen in Korfu. Frau Jouilietta Siganou (ehemalige Bürgermeisterin von Korfu) und neben der Familie Kourkoulos einer der Mitbegründer der Troisdorf- Korfiotischen Partnerschaft, erwartete uns am Flughafen und nach einer herzlichen Begrüßung orderte sie uns ein Taxi, welches uns  zum Hotel Daphnila brachte. Der Freitag und Samstag stand im Zeichen des Kennenlernens der Insel. Jouilietta, Magdalena und wir nahmen unseren Kaffee im Canoni ein, von wo wir einen schönen Blick auf das Wahrzeichen Kloster Vlacherna hatten, besuchten Mon Repos, wo Prinz Philipp geboren wurde und das Achillion, das Schloss von Kaiserin Sissi. Nach einem leckeren Imbiss in einer Taverne an der Promenade von Korfu Stadt und einem Treffen eines Korfioten, der schon mehrere Male Troisdorf im Rahmen der Partnerstadt besucht hatte, brachte Magdalena uns zurück zum Hotel. Samstagmorgen ging es dann aber weiter. Wieder holte uns Magdalena ab und erkundete mit uns den Norden der Insel. Erster Stopp war ihr Ferienhaus, bei dem wir mit anderen Deutschen, Griechen und einer Schottin gemütlich am Grillplatz bei Kaffee und Kuchen zusammen saßen. Das Grundstück ist naturbelassen mit vielen Blumen, Kakteen und Zitrusbäumen. Die Früchte waren teilweise größer als ein Tennisball. 2 Zitronen haben wir mit nach Hause genommen. Dort habe ich sie gewogen und fast jede Frucht brachte annähernd 500 gr auf die Waage. Nach der Kaffeepause fuhr Magdalena mit uns kreuz und quer zu verschiedenen Stränden und Bergdörfern um uns die Schönheiten von Korfu zu zeigen. Nach einem Imbiss in einer Taverne hoch über den Buchten machten wir einen Abstecher zu Magdalenas Haus. Auf dem Rückweg zum Hotel fuhren wir durch das Heimatdorf von ihrem Mann. Sie zeigte uns die Schule, die er besuchte, sein Elternhaus und zu letzte den Friedhof auf dem er seine letzte Ruhestätte fand. Gegen 17 Uhr waren wir zurück im Hotel Duschen, Umziehen und wir waren bereit für die Feierlichkeiten. Um 19:00 Uhr holte uns ein Bus vom Hotel ab und brachte uns nach Korfu Stadt. Dort wurden alle Delegationen, hauptsächlich Bürger- und Vizebürgermeistern von anderen Partnerstädten und Ionischen Inseln empfangen. Dort trafen wir auch wieder auf Ioulietta. Der korfiotische Bürgermeister Kostas Nikolouzos begrüßte uns herzlich und wir überreichten unsere Gastgeschenke und sprachen eine Einladung zum Gegenbesuch aus, welche er auch Annahm  mit der Bitte nicht Weihnachten sondern zu Karneval. Vom alten Rathaus ging es dann zur Fuß zur alten Festung, wo wir in der Kirche Agios Geórgios  einem Konzert beiwohnten. Zuerst spielte das Sinfonieorchester der Universität Korfu, verstärkt durch einen Hornisten einige Stücke gefolgt vom gemischten Chor aus Korfu. Danach ging es mit einem Kleinbus zu einer Taverne unterhalb der „Neuen Festung“ gelegen. Dort nahmen wir ein hervorragendes 4 Gänge Menü ein. Nur mit den Getränken wurde sparsam umgegangen. Die Kellner füllten die Weingläser immer nur zu einem Fünftel und warten mussten wir auch immer lange bis das Glas nachgefüllt wurde. Um 0:30 Uhr ging es zurück zum Hotel. Sonntagmorgen um 9:30 Uhr erwartete uns der Bus wieder vor dem Hotel. Am alten Palast in Korfustadt stiegen wir aus und gingen gemeinsam zur Kirche St. Spiridon. Hier erwarteten wir den Präsidenten der Helenischen Republik Prokopis Pavlopoulos. Gemeinsam mit ihm und der Kirchengemeinde nahmen wir am Te Deum teil. Nach dem Gottesdienst ging es im Eilschritt zum alten Parlament der Stadt Korfu. Hier wurde die Urkunde zur Anbindung der Ionischen Inseln an das Festland unterschrieben. Die Archivarin der Stadt Korfu erinnerte in ihrer Rede an die geschichtliche Bedeutung dieses Aktes. Danach ging es zur Kranzniederlegung am Denkmal der 7 Ionischen Inseln. Es gab zwar einige Sicherheitsvorkehrungen, der Präsident wurde von einigen Securities beschütz, aber es gab keine Absperrungen nur einige Polizisten, aber ohne Maschinengewehre. Alles lief relaxed ab. Nach der Kranzniederlegung wohnten wir der Parade bei. Schüler in ihren Uniformen, Bürger in ihren Trachten und Militäreinheiten in ihren Uniformen marschierten an uns vorbei, begleitet von mehreren Musikzügen. Es kam uns wie eine Militärparade vor. Zur Erklärung: Ein Musikzug kam anmarschiert formierte sich vor uns und spielte während einige Gruppen an uns vorbei marschierten. Dann marschierte der Musikzug zurück, drehte um und marschierte an vorbei. Kurze Zeit später kam der 2. Zug und alles begann von vorne. Helene, eine Mitarbeiterin und Organisatorin der Feierlichkeiten erklärte mir später, dass es in Korfu ca. 25 Musikzüge gibt mit einer Gruppenstärke von jeweils 50 Mitgliedern. Korfu ist berühmt für seine Musik. Z.B. Sowohl der Texter als auch de Komponist der griechischen Nationalhymne kommen aus Korfu. Danach gingen Frank und ich zum Corfu Palst Hotel, in dem wir mit dem Präsidenten und anderen Mitgliedern der Delegation den Lunch einnehmen sollten. Wir wunderten uns, denn alle Besucher der Parade standen entlang der Kaimauer. Was passiert? Also stellten wir uns auch dahin um zu sehen was passieren sollte. Plötzlich ein Höllenlärm, ich hatte das Gefühl mein Kopf platzt gleich und ein Düsenjäger tauchte im Tiefflug über unseren Köpfen auf. Dieser vollführte dann Kunstflugstücke über dem Wasser und der Insel. Im Hotel Corfu Palace angekommen wurden wir in den Saal gebeten und wir bekamen unsere Plätze zugewiesen. Der Bürgermeister von Korfu und der Präsident hielten Reden, in denen es um Demokratie ging. Dies war das einzige Wort, welches wir verstanden haben. Nach dem der Geistliche ein Gebet gesprochen hatte, wurde ein vorzügliches 4 Gänge Menü serviert. Unser Tisch war noch beim Dessert, als sich alle erhoben. Der Präsident wollte sich zurückziehen. An unserem Tisch angekommen stoppte der Bürgermeister und stellte mich als Vertreter des Städtepartnerschaftsvereins dem Präsidenten vor. Wir waren so perplex, dass ich nur etwas hervorstotterte und mich dafür bedankte, dass wir diesem Ereignis beiwohnen durften. Er aber meinte: „Nicht wir sondern ihm sei es eine Ehre, dass wir dabei seien“. So schnell hatte Frank natürlich nicht den Fotoapparat zur Hand. Nach dem Lunch hatten wir ein wenig Freizeit und wir nutzten diese um uns die Altstadt Korfu ein wenig genauer anzusehen und einige Andenken zu kaufen. Aber um 17:15 Uhr mussten wir wieder am alten Palast sein. Der Präsident wurde zum Ehrenbürger der Stadt Korfu ernannt. Nach der Zeremonie ging es dann zurück zum Hotel. Schnell Kofferpacken, denn am nächsten Morgen um 9:00 Uhr ging der Flieger. Nach dem Kofferpacken ging es dann zum offiziellen Abschlussessen, welches in unserem Hotel stattfand. Dort saßen wir noch bis nach Mitternacht mit den anderen zusammen.

Großes Interesse an der Jahreshauptversammlung – in diesem Jahr ohne Neuwahlen.

Offensichtlich ist im Laufe der vielen Jahre eine aktive und begeisterungsfähige Gemeinschaft zusammen gewachsen. Vorsitzender Theo Lettmann durfte seiner Freude hierüber Ausdruck geben und über 50 Mitglieder, dabei 4 Neumitglieder, im Schützenhaus Oberlar herzlich begrüßen. Das Programm für die Mitgliederversammlung war vorgegeben. Bei der Totenehrung waren die Mitglieder besonders vom Tod des „Vaters“ der Städtepartnerschaft mit Corfu, Jorgo Koukoulus; betroffen sein Werk jedoch wird weiterleben. Um nicht dem Geschäftsbericht Heidi Eick´s vorzugreifen, wurden mit nur wenigen Worten die Höhepunkte betreffend Austauschmaßnahmen, vereinsinterne Unternehmungen und Programm für das 2. Vereinsjahr erwähnt. Geschäftsführerin Heidi Eick berichtete ausführlich von den Austauschmaßnahmen:
  • der Besuch in Heidenau und Troisdorf als Gastgeber für Redcar and
  • Cleveland,
  • Zahlreiche vereinsinterne Ereignisse wie Besuch des Scala-Theaters (hier und da frivol) in Köln,
  • Himmel und Ääd Wanderung durch Bonn, mit der Geschichte zur Bonner Eß- und Trinkkultur, natürlich mit kulinarischen Kostproben,
  • Das köstliche Frühstück in der Gartenanlage des Hauses Rott,
  • Die Tagesfahrt nach Frankfurt mit Stadtführung durch ein charmantes Frankfurter Original und die Einkehr in die traditionsreiche Gaststätte Wagner (auch mit Äppelwoi).
In der nahen Zukunft stehen an: am 31. Juli die Tagesfahrt nach Trier mit Stadtführung und gemein samen Essen in der Weinstube „Zum  Domstein“, -  der Besuch unserer Heidenauer – natürlich in Troisdorfer Familien- mit einem Programm, das nicht nur den Heidenauern Freude macht,
  • der Besuch in Redcar and Cleveland im Zeitraum 8.-12-September (diesmal mit dem Flieger),
-    die Tagesfahrt in die Partnerstadt Genk, der Besuch des Planetariums wird wieder ein Glanzlicht setzen,            
  • am 1. Adventswochenende werden wir, wie gewohnt, die vor-
  • weihnachtliche Feier erleben im Schützenhaus Oberlar,
Programm ist bereits ausgesucht. Heidi Eick schließt mit einem äußerst positiven Blick auf unsere Partnerstadt Corfu. Durch ihren Besuch vor Ort bei der jährlichen Nationalfeier konnte sie wertvolle Kontakte knüpfen und in die feste Planung für eine Austauschmaßnahme im nächsten Jahr gehen. Die Arbeit und Leistung des Kassierers Frank Eick wurde durch seinen Bericht anschaulich und überzeugend deutlich. `Dienstaufsicht´ erfolgen in diesem besonderen Fall durch das Rechnungs- und Prüfungsamt der Stadt Troisdorf sowie durch das Finanzamt Siegburg. Der Kassenprüfer des Städtepartnerschaftsvereins, Peter Albrings, bestätigte eine saubere, übersichtliche und den Bestimmungen entsprechende Kassenführung; die Folge war dann eine einstimmige Entlastung des Vorstandes. Nach teils lebhaften Aussprachen zu Vorschlägen für gemeinsame Unternehmungen war die Mitgliederversammlung beendet. Große Zufriedenheit und auch Freude über das Programm der nahen und weiteren  Zukunft waren erreicht. Der Vorstand dankte den Mitgliedern noch einmal für das aktive Mitmachen und wünschte einen guten Nach-Hause-Weg.