Landtag und Brauerei – ein durchaus passendes Paar für einen Vereinsausflug

„Wir haben einen interessanten Tag mit viel Information aber auch mit viel Freude erlebt“, das sagte am Abend ein Teilnehmer der Fahrt und er bekam viel Zustimmung von seinen Mitfahrern.

Am 3. November war es endlich soweit und die schon so lange geplante Fahrt nach Düsseldorf in den Landtag konnte endlich unternommen werden. Die Landtagsabgeordnete für Troisdorf, Frau Gebauer, hatte eingeladen und wir folgten der Einladung gerne. Unsere Geschäftsführerin, Frau Heidi Eick, hatte umsichtig für einen sehr frühen Aufbruch nach Düsseldorf plädiert. So kamen wir trotz des heftigen Berufsverkehrs pünktlich am Landtag an. Das Gebäude, in einem Grundmuster aus vielen Kreisen und mit viel Glas gebaut, beeindruckte uns mit seiner Charakteristik. Zunächst wurden wir in einen -ebenfalls runden Raum- geführt und wir bekamen eine Einführung in die Geschichte des Landtags geboten, die für den einen oder anderen Mitfahrer noch interessante Details offenbarte. Nach einem anschließenden kurzen Kaffeetrinken kamen wir zu dem Höhepunkt, denn wir durften auf der Besuchertribüne der „Aktuelle Aussprache“ zum Bürgergeld beiwohnen. Alle Parteien stellten ihren Standpunkt dar und viel zu schnell verging die uns zugebilligte halbe Stunde auf der Tribüne. Eine munter-lebhafte Diskussionsrunde mit Frau Gebauer, bei der alle möglichen Probleme, auch solche die Troisdorf betreffen, angesprochen wurden, beendete unseren Besuch im Landtag. 

Unsere Weiterfahrt führte uns nach Korschenbroich zur Privatbrauerei Bolten. Diese ist stolz auf ihre Brautradition seit 1266 (!) und sie ist damit der Standort der ältesten Altbierbrauerei der Welt. Ein „diplomierter Braumeister“ wie er stolz erwähnte, führte nicht nur durch die Anlagen der Brauerei sondern erklärte mit Engagement und spürbarem Stolz die verschiedenen Stadien des Braugeschehens. „Ich habe schon viele Brauereien besichtigt aber so genau wurde das Brauen selbst nie erklärt“ war das Resümee eines Mitfahrers. Ein kleiner Imbiss schloss auch diese Besichtigung aufs allerbeste ab. Und so erreichten die Mitfahrenden schließlich wieder Troisdorf in dem Gefühl einen wirklich lohnenswerten Ausflug, einen schönen Tag, erlebt zu haben.

Sehen, erfahren und genießen. Gäste aus Heidenau in Troisdorf

Am 29. September 2022 trafen gegen 17:00 Uhr die Mitglieder des Städtepartnerschaftsvereins aus dem sächsischen Heidenau in Troisdorf ein. Dann ging es gleich zur offiziellen Begrüßung in das Rathaus durch Bürgermeister Alexander Biber. Das letzte Mal waren die Heidenauer 2019 in der Stadt der drei Flüsse. Es wurde also wieder Zeit für einen Besuch vom östlichen Ende Deutschlands. Der Städtepartnerschaftsverein Troisdorf mit Heinz-Peter Albrings als Vorsitzendem hatte ein intensives, abwechslungsreiches und interessantes Programm vorbereitet. Darin enthalten: Die Wünsche der Gäste aus Heidenau.

Einige Mitglieder des Troisdorfer und Heidenauer Städtepartnerschafts verein vor dem Atomium

So ging es gleich am ersten Tag um 07:00 Uhr los in Richtung Brüssel. Ein Besuch des Europaparlamentes und ein Bummel in der Brüsseler Innenstadt standen an. Gute zwei Stunden verbrachte die Gruppe in der EU-Institution und erfuhr dabei von dem Referenten des Parlaments, der sechs Sprachen fließend spricht (im europäischen Referenzrahmen für Sprachkenntnisse steht dafür die Stufe C2 – mehr geht nicht), einiges über Projekte der EU in Sachsen. Der Nachmittag war dem Tourismus vorbehalten. Ein kleiner Rundgang von der Kathedrale St. Michel durch die Galeries Staint Hubert mit der Königsgalerie, der Königinnengalerie und der Prinzengalerie von 1847 führte auf den Großen Markt. Dort erstrahlten die Häuser der Kaufmannsgilden aus der Zeit vom Anfang des 18. Jahrhunderts und das Rathaus im Schein der Herbstsonne in ihren leuchtendsten Farben, zumeist war dies Gold. Am Schluss des Rundgangs wartete das Manneken Pis, eines der beiden Wahrzeichen Brüssels, an diesem Tag sogar ohne eines seiner mehr als tausend Kostüme. Dann noch eine große Portion belgische Fritten mit Knoblauchmayo – ein Muss – dazu belgisches Bier, an Auswahl bestand kein Mangel. Dann trafen sich alle wieder am Bus, jeder hatte auch seine Tüte mit belgischen Pralinen dabei. Bei der Abfahrt folgte aber noch ein Stopp bei dem zweiten Wahrzeichen der europäischen und belgischen Hauptstadt: Dem Atomium.

An Tag 3 des Besuches gab es eine Führung durch das ehemalige Regierungsviertel in Bonn. Die Bonner Republik präsentierte sich mit der Villa Hammerschmidt, dem Palais Schaumburg, dem neuen Bundeskanzleramt, dem neuen Plenarsaal, dazu ein Blick auf das Wasserwerk und den „Langen Eugen“.  Ebenso gehörte dazu das Bundesbüdchen und das Tulpenfeld mit den Neubauten nach 1964. Den Nachmittag verbrachte die Gruppe in der Bonner Innenstadt mit einem kleinen Rundgang um das Bonner Münster. Im Kreuzgang bestaunten die Heidenauer die Jahreszahl 1784 in einer Treppenstufe eingemeißelt – bis hier stand damals das gewaltige Hochwasser in Bonn.

Ganz oben auf der Liste der Wünsche des Heidenauer Partnerstadtvereins standen Wein und Mosel. Auch dies wurde von den Freunden aus Troisdorf realisiert. An diesem Tag erfolgte aber auch eine Besichtigung des Bundesbankbunkers mit der Währungsreserve in Form von  Papiergeld zu Zeiten der Trennung Deutschlands. Ein Bummel durch die Gassen von Cochem und zum Abschluss eine Schiffsfahrt auf der Mosel mit dem Glas Wein dazu rundeten den Tag ab.  

Abschied nehmen hieß es am folgenden Morgen recht früh an der Stadthalle vor der Rückfahrt nach Sachsen. Die Mitglieder des Städtepartnerschaftsvereins Troisdorf wollen im September 2023 wieder zu Besuch in Heidenau sein und hatten sich bereits überlegt, dass Prag von Heidenau so weit nicht entfernt ist…

Text: Dr. Ulrich Burger

Foto: Frank Eick

Städtpartnerschaftsverein Troisdorf stellt sich im Rahmen des Vereinsfest „Troisdorf Verein(t)“ vor

Am Sonntag, den 4. September 2022, war unser Verein, der Städtpartnerschaftsverein Troisdorf, bei einer von der Stadt Troisdorf zum zweiten Male initiierten Mitmachaktion, vertreten, die viel öffentlichen Anklang fand und die auch unseren Verein in der Öffentlichkeit noch bekannter gemacht hat. 

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Die Aktion hatte das Ziel, allen Troisdorfer Vereinen eine Plattform zu bieten und die Möglichkeit zu eröffnen, im Zentrum der Stadt, an einem verkaufsoffenen Sonntag sich zu präsentieren und vorzustellen. 


Die Einladung zu dieser Mitmachaktion wurde im Vorstand des Städtepartnerschaftsverein 
Troisdorf gerne aufgenommen, denn in dieser Aktion wurde eine tolle Möglichkeit gesehen, den Bürgern von Troisdorf und darüberhinaus auch den an diesem Tag nach Troisdorf kommenden Besuchern von Nah und Fern, die Ziele unseres Vereins näher zu bringen und auch neue Mitglieder zu werben. 

Innerhalb des Vereins wurde im Vorfeld ein Team von freiwilligen Mitgliedern gebildet, die die
Aktion vorbereiten und durchführen sollten. Schon bei den Vortreffen wurden viel gute

Ideen in die Runde eingebracht, darunter auch der Vorschlag, auf dem zur Verfügung stehenden Stand preiswerte alkoholfreie Cocktails anzubieten. 

Am 4. 9. 2022 war es dann soweit. Schon in der Frühe konnte das Team die, von der Stadt Troisdorf aufgestellten und für unseren Verein vorgesehenen, Zelte beziehen und Werbematerial aufhängen und Werbeschriften auslegen. Da der Städtepartnerschaftsverein Troisdorf mit mehreren Partner-
oder Patenstädten verbunden ist, wurden zusätzlich die Flaggen der jeweiligen Länder aufgehängt und auf grossen Tafeln die einprägsamsten Augenblicke der jeweiligen Austausch-Massnahme dargestellt. Auch die Anlage für die Ausgabe der Cocktails wurde aufgebaut. 

Insgesamt haben an dieser Aktion 30 Vereine teilgenommen. Da an diesem ganzen Tag gutes
Wetter herrschte, kamen viele Besucher aus Nah und Fern. Die Mitglieder des Städte-
partnerschaftsvereins verteilten im Laufe des Tages Prospekte und Werbeschriften und 
machten auf die erfolgreichen Aktionen des Vereins aufmerksam, insbesonders auf die
Besuche und Gegenbesuche mit den Bewohnern in den einzelnen Partnerstädten. Seitens

der Besucher wurde viel Interesse in der Zielsetzung und in dem Wirken unseres Vereins bekundet.
 

Insgesamt kann in der Aktion der Stadt Troisdorf  auch für unseren Verein ein Erfolg gesehen werden, denn durch viele persönliche Gespräche konnte das Wirken unseres Vereins dargestellt werden und der Verein konnte eine gute Repräsentation und Performance abgeben. 

Weiter nach Europa – Troisdorf baut Städtepartnerschaften aus

Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Städtepartnerschaftsverein
Troisdorf standen Wahlen zum Vorstand an. Mehr als 40 stimmberechtigte
Mitglieder hatten der Einladung Folge geleistet. Vorsitzender bleibt
Heinz-Peter Albrings, seine Stellvertreterin ist wie auch im alten Vorstand
Barbara Bujotzek. Die Geschäftsführung übernimmt weiterhin Adelheid Eick,
die Kasse verwaltet Frank Eick. Christa Metzlaff wurde als Schriftführerin
in ihrem Amt bestätigt und den Vorstand unterstützen als Beisitzer Nico
Novacek sowie neu hinzugekommen Anna Leonhard und Dr. Ulrich Burger.

„Wir wollen in den kommenden Monaten die Beziehungen zu unserer
Partnerstadt Evry in Frankreich festigen. Ziel ist ein Treffen entweder in
Troisdorf oder in Evry zu organisieren. Hinzu komme im Jahr 2023 im Mai ein
bereits fest geplanter Besuch der Freunde aus Redcar aus dem Vereinigten
Königreich. So beschrieb Heinz-Peter Albrings, alter und neuer Vorsitzender
des Städtepartnerschaftsvereins (SPV) Troisdorf, die Zielsetzungen für die
nächsten 12 Monate. Unmittelbar bevor steht der seit längerem vorgesehene
Besuch einer Gruppe aus der Partnerstadt Heidenau vom 29.09.-03.10.2022.
Die Gäste aus Heidenau werden wieder in Gastfamilien untergebracht, viele
Familien aus Heidenau und Troisdorf kennen sich schon seit Jahren und
pflegen auch private Freundschaften.

Darüber hinaus warf Heinz Peter Albrings auch einen Blick auf die
Partnerschaften mit Korfu und Menderes in der Türkei sowie mit Genk im
Osten Belgiens. Diese gelte es in den kommenden Monaten auszubauen und
weiter zu entwickeln. Es gibt dazu bereits konkrete Vorstellungen. In der
Diskussion sind beispielsweise Sportveranstaltungen mit Jugendlichen aus
den einzelnen Partnerstädten, bei denen der SPV sicherlich in vielen
Bereichen unterstützen kann.

Darüber hinaus gibt es für die Mitglieder auch zahlreichen Aktivitäten vor
Ort. Schon am 04. September nimmt der SPV am Vereinsfest „Troisdorf
Verein(t) mit einem Info-Stand teil. Eine gute Gelegenheit, die Arbeit des
SPV einer interessierten Öffentlichkeit vorzustellen und neue Mitglieder zu
werben. Anfang November ist ein Besuch des Landtags in Düsseldorf auf
Einladung der Landtagsabgeordneten Katharia Gebauer vorgesehen.

 

Dr. Ulrich Burger

Von links nach rechts: Dr. Ulrich Burger, Peter Albrings, Anna Leonhard,
Christa Metzlaff, Nico Novacek, Adelheid Eick und Frank Eick. (nicht auf
dem Foto die stellvertretene. Vorsitzende Barbara Bujotzek )

Foto: privat

Gedicht über die Fahrt nach Heidenau von Margit Mirbach

Oh, wie war es schön 

mit dem Städtepartnerschaftsverein nach langer Coronapause 

wieder auf   Reisen zu gehen.

Heidenau war unser Ziel,

dort gab es der Programmpunkte viel.

Bei der der Ankunft bereiteten die Gastgeber uns einen herzlichen Empfang

und der Kinderchor erfreute uns mit seinem fröhlichen Gesang.

Am Freitag waren vier Stunden Schifffahrt auf der Elbe fein,

vorbei am Elbsandsteingebirge, Bastei und Festung Königsstein.

Endstation war der pittoreske Kurort Rathen.

Wer wollte nutze die Idee, zu einem Spaziergang zum Amselsee.

Und einige Mitglieder mit viel Kraft haben es hoch bis zur Felsenbühne geschafft.

Am späten Nachmittag Biergarten oder Stadtfest in Pirna waren angesagt.

Jeder konnte wählen was er mag.

Samstag führte uns der Hofnarr durch Dresden mit den prachtvollen Bauten und Gassen,

seine humorvollen Ausführungen brachten uns oft zum Lachen.

Am Nachmittag fuhren wir zu einem Chorkonzert in Schloss Weesenstein.

Dort sangen Chöre aus Heidenau, Polen und der Tschechei.

Der Gesang war wunderbar und er Menschen verbindet,

Musik kann wirklich Grenzen überwinden.

Zum Abschied trafen wir uns und die Mitglieder der Chöre beim Abendessen.

Das Konzert und die vielen Begegnungen kann keiner vergessen.

Auch an Heidi Eick und Peter Albrings sei ein ganz herzliches Dankeschön gebracht,

denn Vorbereitung und Organisation der Reise haben bestimmt viel Mühe gemacht.

Nun zu Egon, unserem Fahrer, ach wie gut, dass wir ihn hatten,

mit viel Umsicht und Geschick fuhr er uns das lange Stück.

Ob die Straßen eng oder breit, bei ihm konnten wir sicher sein.

Am späten Abend kamen nach Haus, für Heidi und Peter noch einen kräftigen Applaus!

Ein jeder von uns nimmt unterschiedliche Erinnerungen mit und denkt gerne

an Heidenau, die Gastfreundschaft und die abwechslungsreichen Tage zurück.

Zu Besuch in Heidenau

Corona Ist schuld, dass die Mitglieder der beiden Städtepartnerschaften so lange auf dieses
gemeinsame Treffen warten mussten, schließlich sollte das 3üjährige Bestehen der
Partnerschaft zwischen den Städten gewürdigt und ganz besonders gefeiert werden. Und
dann, im Juni 2022, war der Höhepunkt endlich da.

Dem Treffen ging eine lange Phase der Vorbereitung durch die Mitglieder des Heidenauer
Vereins voraus, bis alles perfekt war. Am Donnerstag, den 16. Juni trafen die Troisdorf er
endlich gegen 17:00 Uhr ein, außerordentlich herzlich und musikalisch begrüßt durch eine
Kindergruppe des Heidenauer Singekreises. Die Kinder brachten ein schönes, kleines
Liederprogramm dar, das alle Zuhörerinnen aufmunterte. Nach der anstrengenden Fahrt freute sich der eine Teil der Troisdorferinnen auf das erste Zusammensein mit ihren
,,Quartiereltern”, die anderen auf einen gemütlichen gemeinsamen Abend in ihrem Hotel.
So klang der erste Tag unseres Treffens in Ruhe aus.

Freitagmorgen stand eine Schifffahrt auf unserem Programm. Ruhig schipperten wir die
sonnig beschienene Elbe herauf, am beeindruckenden EIb-Sandstein-Gebirge vorbei.

Elb – Sandsteingebirge
Foto: Frank Eick

Die
Mitglieder beider Vereine nutzten diese Zeit mit frählichem Beisammensein und intensiven
Gesprächen. Kurz vor Königsstein wendete das Schiff und legte dann auf dem Rückweg in
Rathen an. Die meisten machten einen Spaziergang durch Rathen, andere wanderten zum
angenehm schattigen Amselsee, denn im Laufe des Tages wurde es recht heiß, ganz
unternehmungslustige Teilnehmer stiegen auch noch weiter zur Felsenbühne hinauf.

Mitglieder des SPV Troisorf und SPV Heidenau in Rathen
Foto: Frank Eick

Der Samstag startete mit einer Führung durch das Zentrum des schönen Dresdens. Am Zwinger erwartete uns der Hofnarr Fröhlich und gab all sein Wissen über die vergangenen Zeiten an uns weiter. Seine lustige und manchmal auch frivole Art hat uns viel zum Lachen
gebracht. Weitere Besuchspunkte waren der Stalihof, der innere Hof des Schlosses, der Fürstenzug und natürlich die Frauenkirche. Diese brachte die Besucher aus Troisdorf durch ihre prunkvolle Ausstattung zum Staunen. Nach dem Besuch der Kirche verabschiedeten wir uns vom ,,Hofnarr”, nachdem er zuvor vom Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins, Heinz Peter Albrings, zum Dank einen Karnevalsorden verliehen bekommen hatte. Die kurze Zeit bis zum nächsten Höhepunkt des Tages konnte dann jeder individuell nutzen.

Foto: Frank Eick

Im Barockgarten Großsedlitz fand ein internationales Chorkonzert statt. Auf Grund der
besonders starken Hitze war es in die Orangerie verlegt worden. Bürgermeister Opitz
begrüßte alle Gäste und würdigte die Städtepartnerschaften mit Lwowek und Benesov und
insbesondere das 3ojährige Bestehen der Partnerschaft mit Troisdorf. Dolmetscherinnen
übersetzten, sodass ein allgemeines Verständnis ermöglicht wurde. Durch das Programm
führte Katharina Spaniel. Mitwirkende Chöre waren der Heidenauer Singekreis unter der
Leitung von Rene Schmerler, das Dunawiec-Ensemble aus Lwowek in Polen und der
gemischte Stadtchor Decin aus Tschechien unter der Leitung von Jiri Holubec.

Alle Besucher*innen des Konzerts waren begeistert von der Qualität der Darbietungen und
emotional sehr angerührt. Es gab rauschenden Beifall und ,,standing ovations”, sodass
Zugaben gegeben werden mussten. Zum Ausklang sangen dann alle Chöre gemeinsam mit
den Konzertbesuchern den Kanon ,,Dona nobis pacem”, ein bewegender Moment, der allen
in Erinnerung bleiben wird.

Der Ausklang des Tages fand gemeinsam auf dem Gelände der
AWO in Heidenau statt.

Eine herzliche Verabschiedung am Sonntagmorgen beendete den ereignisreichen Besuch.
Ein herzliches Dankeschön gilt all denen, die am guten Gelingen dieses Treffens mitgewirkt
haben. Wir freuen uns jetzt schon auf den Gegenbesuch im September in Troisdorf.
Barbara Bujotzek (Troisdorf)

SPV Mitglieder beider Vereine kurz vor der Abfahrt
Foto: Frank Eick

Troisdorf zu Gast in der Partnerstadt Menderes (Türkei)
Gegenbesuch der Troisdorfer Delegation in Menderes

Vom 10. bis 13. Juni 2022 unternahm eine Troisdorfer Delegation unter der Leitung von Bürgermeister Biber mit städtischen Mitarbeiter*innen und einigen Vorstandsmitglieder*innen des SPVs den geplanten Gegenbesuch in Menderes.

Am Vormittag des ersten Tages fand ein zunächst ein Treffen mit der gesamten Delegation im Rathaus der Stadt Menderes statt, das äußerst herzlich, aufgeschlossen und sehr gastfreundlich verlief. Viele Mitarbeiter und Vertreter der verschieden türkischen Gemeinden, die heute zu der Stadt Menderes zusammengeschlossen sind, waren anwesend als die Bürgermeister die Urkunden unterschrieben und Gastgeschenke ausgetauscht wurden.

Unterschrift der beiden Bürgermeister: Mustafa Kayalar (Menderes) und Alexander Biber (Troisdorf)
Foto Frank Eick
Die Übergabe der Geschenke
Foto Frank Eick

Die Zeremonie selbst wurde von bemerkenswert vielen Fotografen dokumentiert. Ein abschließendes gemeinsames Foto im Arbeitszimmer des türkischen Bürgermeisters zur Erinnerung war selbstverständlich auch uns ein Bedürfnis.

Gruppenfoto von links nach rechts:
Necla Zorlu; Erkan Zorlu, Vizebürgermeister Troisdorf; Leven Arsenov (Stadtrat); Mustafa Kayalar (Bürgermeister Menderes); Asli Kayalar; Peter Albrings (Vorsitzender Städtepartnerschaft); Adelheid Eick (Geschäftsführerin Städtepartnerschaft); Barbara Bujotzek (stellvertr. Vorsitzende Städtepartnerschaft); Alexander Biber (Bürgermeister Troisdorf)
Foto Frank Eick

Ein festlicher Akt aus Anlass der Städtepartnerschaftserneuerung  fand am Abend  desselben Tages unter freien Himmel in den Ruinen der antiken Siedlung Klaros statt. An dieser beeindruckenden Stelle, der schon vor fast 3000 Jahren als Orakelort Apollons berühmt war und den bereits Alexander der Große aufsuchte um sich weissagen zu lassen, bekamen die Worte über die Bedeutung der Freundschaft zwischen den Städten und Ländern ein ganz besonderes Gewicht.

Ansprache des Bürgermeisters Alexander Biber Troisdorf) beim Festakt mit Erkan Zorlu (Vizebürgermeister Troisdorf) als Übersetzer
Foto Frank Eick

Auch Herr Generalkonsul Dr. Detlev Wolter war zu diesem Anlass nach Klaros gekommen und hielt eine Ansprache, in der er die Verbundenheit zwischen den deutschen und türkischen Bürgern hervorhob. Die verschiedenen Ansprachen wurden eingerahmt durch unterschiedliche künstlerische Darbietungen wie z.B. einen Volkstanz, vorgeführt von drei kraftvollen Tänzern, musikalische Darbietungen durch zwei Sänger und ein Instrumenten Trio sowie zwei Pantomimen. Wer mochte konnte an einer Führung durch die antike Stätte teilnehmen.

Ansprache des Generalkonsuls Dr. Detlev Wolter beim Festakt mit Erkan Zorlu (Vizebürgermeister Troisdorf) als Übersetzer
Foto: Frank Eick

Unbestrittener Höhepunkt der Begegnung war nach Auffassung aller Delegationsmitglieder der Besuch der antiken Stadt Ephesus. Diese war im Altertum einer der ältesten, größten und bedeutendsten Städte in Kleinasien (ihr Artemistempel gehörte zu den 7 Weltwundern). Sie beeindruckte jeden  Teilnehmer durch ihre immer noch wahrnehmbare Größe und ihre Vielfalt an Gebäuden. Durch die breiten antiken Straßen  „zu wandeln“, rechts und links die ehemals prächtigen Häuser, Tempel, Begegnungsstätten, Brunnenanlagen, Bäder etc. zu erahnen, hinterlässt mit Sicherheit bei jedem Besucher tiefe Eindrücke. Das riesige Amphitheater, welches zu Zeiten der Römer 30000 Besucher aufnehmen konnte, ist  atemberaubend. Dass Ephesus zu den meistbesuchten Attraktionen der Türkei zählt, versteht jeder Besucher wenn er einmal dort gewesen ist.

Amphitheater in Ephesus
Foto Frank Eick

Nach drei Tagen mit vollem Programm und mit vielen schönen und herzlichen Begegnungen verabschiedeten wir uns mit dem sicheren Gefühl, dass auf beiden Seiten der Wille gewachsen ist, unsere Städte in ein freundschaftliches Miteinander zu führen. Dass dieses auf Akzeptanz und Verständnis um die Möglichkeiten und Bedürfnisse der jeweils anderen Stadt beruht, wird durch solche Begegnungsreisen ermöglicht. Gegenseitige Unterstützung bei sportlichen, kulturellen und bürgerschaftlichen Begegnungen wollen wir gemeinsam denken und umsetzen und damit unseren Kommunen und ihren Bürgern reale Möglichkeiten eines freundschaftlichen Miteinanders schaffen. Ein neuer Anfang wurde auf beiden Seiten gelegt, nun soll es weitergehen.

Gruppenfoto der deutschen Delegation in Begleitung einiger Mitglieder der türkischen Stadtverwaltung
Foto Frank Eick   

Geburtstagsfeier des SPV Troisdorf

Der Städtepartnerschaftsverein Troisdorf feiert sein 40jähriges Bestehen mit einem gelungenen Fest in der Stadthalle

Am 8.Oktober dieses Jahres wurde in der Stadthalle ein rundum schönes Fest gefeiert. Zwar hatte der Vorstand des Städtepartnerschaftsvereins (SPV) trotz umfassender Organisation eines großen Festes in den Wochen zuvor die Feierlichkeiten zu

50 Jahre Partnerschaft mit Evry / Frankreich

30 Jahre Partnerschaft mit Genk / Belgien

30 Jahre Partnerschaft mit Redcar / Cleveland / England

30 Jahre Partnerschaft mit  Heidenau in Sachsen und

25 Jahre Partnerschaft mit Korfu / Griechenland

mit den Delegationen unserer Partnerstädte pandemiebedingt auf das Jahr 2022 verschieben müssen.

Gleichzeitig fasste er aber den Entschluss das 40 jährige Bestehen des Städtepartnerschaftsvereins Troisdorf in einem kleineren, würdigen Rahmen zu begehen. Es wurde ein nach der einhelligen Meinung aller Beteiligten ein rundum gelungener Abend, der allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Ein besonderes Highlight war ein „offizieller Akt“, nämlich die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde zwischen Troisdorf und Menderes (Türkei). Zwar bestand schon seit 2004 eine Partnerschaft mit der kleinen Gemeinde Özdere. Nachdem sie bei einer Gebietsreform 2009 in die Stadt Menderes eingemeindet wurde, haben die Stadträte von Troisdorf und Menderes im April 2021 der Übertragung dieser Partnerschaft auf Menderes zugestimmt. In Anwesenheit von

Herrn Generalkonsul Kaya,

Herrn Konsul Tayru,

Herrn Bürgermeister Opitz  (Heidenau)

Frau Beigeordnete Parthoens (Genk)

Frau Landtagsabgeordnete Gebauer,

Frau Vizelandrätin Kunert,

Frau Beigeordnete Gaspers,

stellvertretende Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Stadt Troisdorf

und den Mitglieder*innen des Städtepartnerschaftsverein Troisdorf

unterzeichneten Herr Bürgermeister Mustafa Kayalar und Herr Bürgermeister Alexander Biber die Urkunde zum Neustart der Städtepartnerschaft.

In den Reden wurde häufig auf die besondere Bedeutung des Bürgeraustauschs hingewiesen, da durch die persönlichen Kontakte persönliche und oft auch freundschaftliche Beziehungen zwischen den Bürgern entstehen. So heißt es in der Urkunde: „…Die Bürgerinnen und Bürger beider Städte sollen einander kennenlernen und sich bei Austauschmaßnahmen begegnen um das gegenseitige Verstehen und die Achtung voreinander zu festigen… Freundschaftliche und kulturelle und sportliche Beziehungen sollen eine Brücke zwischen beiden Städte schlagen… Auf diese Weise wollen die beiden Partnerstädte einen Beitrag auf kommunaler Ebene zu Frieden, Verständigung und Freundschaft leisten.“

Eingerahmt wurde dieser besondere Akt vom Troisdorfer Frauenchor Furore sowie dem Akkordeonorchester Müllekoven. Für Beide war dieser Auftritt der erste nach fast zwei Jahren. Die zahlreichen Zugaben waren ein deutlicher Beleg dafür wie sehr die Akteur*innen und Zuhörer*innen die Darbietungen genossen haben. Bei einem kleinen Imbiss freuten sich die Mitglieder des SP-Vereins aber ganz besonders nach langer Zeit sich wieder begegnen und sprechen zu können.

Die türkische Delegation hatte schon zwei Tage vorher ein privates Programm durchgeführt, am 8. und 9. Oktober waren sie Gäste der Stadt Troisdorf sowie des SPV. Die Besuche von Troisdorf und Köln rief den Wunsch nach einer Wiederbegegnung –  vielleicht bald in Menderes -hervor. Der SPV selbst hofft aber inständig dass die Pandemie im nächsten Jahr überwunden sein wird und das ursprünglich geplante große Fest mit Abordnungen aus ALLEN Partnerstädten durchgeführt werden kann.

Türkische Delegation mit Teilen des Vorstands des SPVs Troisdorf

B.Bujotzek

Jubiläum

Im Oktober 2021 steht eine begehungswürdige Jubiläumsfeier ins Haus. Die 50 jährige Partnerschaft mit Evry in Frankreich, das 40 jährige Bestehen unseres Partnerschaftsvereins, der 30 jährige Partnerschaftsgeburtstag mit den Städten Genk in Belgien, Redcar/Cleveland in England sowie Heidenau und das 25 jährige Bestehen der Partnerschaft mit Korfu / Griechenland sind Meilensteine in unserer Vereinsgeschichte.

Wir schauen positiv in die Zukunft und planen diese Veranstaltung. Natürlich unter allem Vorbehalt der Entwicklung unter Corona. Wir werden euch zeitnah weitere Informationen zukommen lassen.

50 Jahre Troisdorf und 6 Partnerstädte

50 Jahre Troisdorf und 6 Partnerstädte 

Die Möglichkeit am Tag der offener Tür –anlässlich des 50jährigenGeburtstages unserer Stadt—unseren Bürgern und Besuchern eine Präsentation der 6 Partnerstädte zu bieten und dabei Gespräche führen zu können, griff der Vorstand des Städtepartnerschaftsvereins mit Begeisterung auf. In 2 Pavillons direkt vor dem Rathaus zeigten Schautafeln Besonderheiten und Eigentümlichkeiten unserer Partnerstädte in Europa, mit denen Troisdorf nun seit Jahrzehnten eine enge Verbindung eingegangen ist.

–Seit 1972, somit als erste Stadt, besteht die Partnerschaft mit Evry, vor den Toren der Hauptstadt Paris gelegen. 1990 wurden gleich dreimal Urkunden unterzeichnet –den Anfang der besiegelten Freundschaft machte Genk/Belgien, die guten Kontakte zu den belgischen Natopartnern in der Garnison Troisdorf-Spich hatten großen Anteil an diesem Miteinander. –nach dem Fall der Mauer unterstützte das Troisdorfer `Rathaus` die Stadt Heidenau, im Dunstkreis von Dresden, beim Aufbau der neuen Administration. Die harmonische Zusammenarbeit führte dann zum Miteinander auf vielen Ebenen der Kommune. Die lebendigen und fröhlichen Kontakte führten dann, wie von selbst, zu dem Entschluß, eine Partnerschaft zwischen den Städten zu schließen. – der Dritte Bunde war schließlich die englische Stadt Langbaurgh, 1996 unbenannt und uns besser bekannt als Redcar and Cleveland. Mit dieser Stadt ist Troisdorf ganz besonders verbunden. Jährliche Besuche/Gegenbesuche haben aus der Partnerschaft eine Freundschaft werden lassen. Troisdorf hat einen großen Anteil an griechischen und türkischen Mitbürgern. Die Freude am Miteinander etablierte sich –auch auf Initiative von Bürgern, die hier eine Heimat gefunden haben und sich hier für das Gemeinwesen einsetzen- in dem Austausch von Partnerschaftsurkunden.

Seit 1996 besteht die Verbindung mit Korfu/Griechenland und seit 2004 mit Özdere/Türkei. Es hat Freude gemacht, am Tag der offenen Tür mit den vielen Besuchern zu sprechen, ihnen unsere Schautafeln aus dem Leben der Partnerstädte zu erläutern und dann Werbung für den Städtepartnerschaftsverein zu machen.

Dank all jenen Mitgliedern, die den Vorstand bei seiner wertvollen Aufgabe unterstützt haben. Hier und da zeigte sich der Erfolg, sogar in Beitragserklärungen.

Auf dem Bild sind zu sehen von links nach rechts: Barbara Bujotzek, Theo Lettmann, Christa Metzlaff, Irene König, Adelheid Eick, Frank Eick und kniend Renate Dunstheimer