Zu Gast in Heidenau – eine erlebnisreiche, harmonische, von Frohsinn geprägte Begegnung Nun liegt unsere Austauschmaßnahme schon einige Tage zurück; sie wird bei allen Teilnehmern in Herz und Sinn noch lange präsent sein. Unsere Heidenauer, allen voran Peter Mildner –Vorsitzender des dortigen Städtepartnerschaftsvereins – haben sich selbst übertroffen und uns eine ganz besondere Freude gemacht. Schon die Begrüßung in der Reichskrone mit dem musikalischen Welcome der Jüngsten des Heidenauer Singekreises bei Speis und Trank schuf sofort eine herzliche Atmosphäre des Miteinanders. Der nächste Tag galt dem Besuch des weltbekannten Uhrenmuseums Glashütte; der Museumsleiter persönlich gab uns beim Gang durch die „Welt der Uhren“ mit fesselnde Worten eine Übersicht über ihre Geschichte, ihre Fabrikation, das `Verlag`-System, ihre kostbarsten Exponate und erwähnte auch die völlige Demontage unmittelbar nach dem Krieg und den grandiosen Wiederaufbau der Glashütte. Wir konnten nur zustimmen bei seinen Worten „ohne Glashütte ist die mechanische Uhr nicht denkbar“. Nach dem Mittagessen in der „Zugspitze“ in Waldidylle waren wir zum Kaffeetrinken am längsten Tisch des Erzgebirges (38,90m) mit gleichzeitigem Besuch der Sauensäger in Dorfchemnitz eingeladen. Man muss es gesehen haben, sonst ist es unvorstellbar, zu welch filigraner Kunst aus Holz die Kettensägen mit ihren Künstlern fähig sind. Besuch Dresdens und Teilnahme am Stadtfest schlossen diesen schönen Tag ab. Führung durch die Festung Sonnenstein in Pirna standen auf dem Programm, nicht nur die Bastion selbst, in der schon Napoleon gestanden hat, sondern vor allem die in ihr geschaffene Gedenkstätte mit Ausstellung zu den Euthanasieverbrechen der Nazis forderten unsere Aufmerksamkeit –ja, auch dieser Teil unserer Geschichte gehört zum Bildungsspektrum der Troisdorfer. Zum Mittagessen fuhren wir dann durch eine herrliche Landschaft zur Ottomühle ins Bielatal. Unsere rüstigen Mitglieder nahmen nach dem Essen die Gelegenheit wahr, dort die Verlassene Wand, die Bennohöhle, den Großvaterstuhl und die Herkulessäule mit Felsengasse zu durchwandern oder zu erklimmen. Die Zeit mahnte zur Rückkehr nach Heidenau, der Abschlussabend in der Drogenmühle wartete auf uns. Ohne jede Übertreibung waren die Stunden dort von ausgelassener Fröhlichkeit bestimmt. Nicht nur die herzlichen Worte von Bürgermeister Opitz und die Bewirtung überzeugten, sondern der anschließende Auftritt des thüringisch, sächsischen Minnesängers und Entertainers Frank Müller sorgte für Dauereinsatz unserer Lachmuskeln.
Der Entertainer Frank Müller
Der Entertainer Frank Müller
Einfach herrlich, den Alltag bei soviel Ausgelassenheit vergessen zu dürfen. Wohl nie werden wir unseren Kanon „Mama komm mal runter, Max muss…..“ vergessen können. Am Sonntag traten wir die Heimreise an. Manfred Catrin dankte Peter Mildner mit seiner Mannschaft und allen Gasteltern für diesen wunderbaren Aufenthalt; nun liegt es an uns, im nächsten Jahr hier in Troisdorf ähnliche Maßstäbe zu setzen. Wir freuen uns darauf, schließlich blicken wir dann auch auf 25 Jahre Partnerschaft mit Heidenau zurück.
Frohgestimmte Troisdorfer auf den Stufen des weltberühmten Uhrenmuseums Glashütte
Frohgestimmte Troisdorfer auf den Stufen des weltberühmten Uhrenmuseums Glashütte